Extrakorporale Stoßwelle

Die extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) zeigt eine hohe Wirksamkeit bei muskuloskelettalen Beschwerden. Sie findet Ihren Einsatz unter anderem bei der Behandlung des Tennisellenbogens (Epikondylitis), Schmerzen im Bereich der Achillessehne (Achillodynie) sowie Schmerzen im Bereich der Fußsohle, zum Beispiel beim Fersensporn.

Die Grundlagenforschung sowie klinische Forschungen konnten die Wirksamkeit der extrakorporalen Stoßwellentherapie auf molekularer und cellulärer Ebene erklären.

Bei der extrakorporalen Stoßwellentherapie unterscheidet man verschiedene Energieniveaus. Niederenergetische Stoßwellen finden ihre Anwendung vor allem in der Schmerztherapie an oberflächlichen Sehnenansätzen. Mittelenergetische Wellen dringen tiefer ein und werden hauptsächlich bei Sehnen-, Schleimbeutelentzündungen an Fuß- und Schulter eingesetzt.

Wirkung:

Stoßwellen sind einzelne Druckpulse, die sich in Gas, Flüssigkeit und Festkörpern dreidimensional ausbreiten. Innerhalb weniger Millisekunden kommt es zu einem deutlichen Druckanstieg, nach diesem positiven Spitzendruck folgt eine Zugphase mit Negativdruck. Die Stoßwellen bewirken so eine lokale und temporäre Änderung der Dichte des durchlaufenden Mediums. Durch Bündelung und Fokussierung mehrere Stoßwellen wird eine Wirkung im Zielgebiet erreicht.

Zu diesen Wirkungen zählt zum Beispiel die Freisetzung der Substanz P, welche zu einer Schmerzlinderung führt.

Weiterhin bewirkt die extrakorporale Stoßwellentherapie eine Aktivierung von Prozessen der Regeneration und Reparatur von Zellverbänden (Schleimbeuteln, Sehnenansätzen, Fascien etc.).

Eine der am besten untersuchten biologischen Wirkungen der extrakorporalen Stoßwellentherapie ist der Anstoß von Knochenneubildung bei schlechter Knochenbruchheilung (Pseudarthrose).

Stoßwellen dürfen nicht über Lungen, Leber und Gehirn eingebracht werden, weil diese Organe sonst geschädigt werden könnten.